Verband des e-Zigarettenhandels VdeH

22.12.2019

Neue Untersuchungen haben zweifelsfrei gezeigt, dass die Lungenerkrankungen und Todesfälle in den USA auf Vitamin-E-Acetat in illegalen THC (Cannabis)-Kartuschen/Liquids zurückzuführen sind. Nikotinhaltige Produkte haben mit den Vorfällen nichts zu tun.

Nachdem bereits das Centers for Disease Control (CDC) am 8. November meldete Vitamin E-Acetat in der Lungenflüssigkeit von 29 Patienten gefunden zu haben, und diese Substanz als wahrscheinliche Ursache bezeichnet hatte, wurde nun ein weiterer Nachweis erbracht. Bei einer im New England Journal of Medicine veröffentlichte Studie wurden 51 EVALI Patienten untersucht. Davon 25 bestätigte und 26 Verdachtsfälle. Von ihnen hatten 94 Prozent der Patienten entweder THC in der Lungenflüssigkeit oder gaben an, THC mit einer E-Zigarette konsumiert zu haben.

Bei 3 Verdachtsfällen wurde kein Vitamin E-Acetat in der Lungenflüssigkeit gefunden. In einem der Fälle wurde im Nachhinein Kokzidioidomykose diagnostiziert, bei zwei der Fällen eine bakterielle Lungenentzündung.

Es wurde zudem festgestellt, dass bei 9 von 11 Patienten, die einen THC Konsum in den letzten 90 Tagen verleugnet haben, THC oder Rückstände davon in der Lungenflüssigkeit gefunden wurden.

Prof. John Britton, Direktor des britischen Zentrums für Tabak- und Alkoholstudien:
"Diese Studien liefern weitere Beweise dafür, dass der Ausbruch der schweren Lungenerkrankung bei Dampfern in den USA in diesem Jahr durch das Verdampfen von THC verursacht wurde. Insbesondere durch das Verdampfen von THC-Lösungen, die Vitamin E-Acetat enthalten haben. Diese Studie ist eine starke Bestätigung dafür, dass Menschen, die Nikotin mit einer E-Zigarette konsumieren, statt Tabak zu rauchen, wahrscheinlich nicht betroffen sind und weiterhin dampfen statt rauchen sollten."

Prof. Peter Hajek, Direktor der Abteilung für Tabakabhängigkeitsforschung an der Queen Mary University in London:
"Die neuen Erkenntnisse bestätigen, dass EVALI durch kontaminierte, illegale THC-Kartuschen verursacht wurde. Die Anti-Vaping-Hysterie sollte jetzt zur Ruhe kommen."

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31338412

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